| Newsletter_02_2007 | |||||
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Abbildungen
von oben nach unten: Tacita
Dean, The Russian Ending, 2001, Yoko
Ono, Yoko Ono performing "Lighting |
In seinen Paragraphs on Conceptual Art von 1967 sagte Sol LeWitt, dass Konzeptkunst nüchtern und trocken sein sollte, weil ein "emotionaler Kick den Betrachter davon abhält, diese Kunst wahrzunehmen". Seither wurde Konzeptkunst wegen angeblicher akademischer Strenge und quasiwissenschaftlicher Rigidität entweder gepriesen oder verdammt. Doch warum sollte ein "emotionaler Kick" zwangsläufig der Wahrnehmung des Konzeptuellen im Wege stehen? Könnte nicht auch das Gegenteil zutreffen, dass die emotive Aufladung eines Konzepts oder die Konzeptualisierung von Gefühlen eher etwas auf den Punkt bringt, als davon abzulenken? Die Ausstellung Romantischer Konzeptualismus in der Kunsthalle Nürnberg zeigt ausgewählte Werke von 23 internationalen Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Generationen, die belegen, dass die Reflexion des Romantischen nicht nur ein vernachlässigbarer Seitenstrang, sondern ein zentraler Aspekt des Konzeptuellen ist. Die gezeigten Arbeiten - aus den frühen 1960er Jahren bis hin zu exklusiven Neuproduktionen - bringen auf teils emphatische, teils kritisch-humorvolle Weise romantische Motive (Sehnsucht, Melancholie) und Methoden (das Fragmentarische, Ephemere und Prozesshafte) ins Spiel. Sie durchkreuzen den üblichen Gegensatz von romantischer Innerlichkeit und konzeptueller Rationalität. Kurator des Projektes ist Jörg Heiser (Berlin), Kritiker und Co-Chefredakteur des Kunstmagazins frieze. Die Ausstellung wird von der Kunsthalle Nürnberg und der BAWAG Foundation, Wien (14.9.-1.12.2007) organisiert. Zur Ausstellung erscheint Anfang Juni ein umfangreicher Katalog (deutsch/englisch) mit Beiträgen von Jörg Heiser, Susan Hiller, Collier Schorr und Jan Verwoert im Kerber Verlag, Bielefeld. Veranstaltungen Mi, 23. Mai 2007, 20 Uhr Reden über Kunst (in Zusammenarbeit mit der Evang. Stadtakademie Nürnberg) Kunstgespräch mit Dieter Meier, Diplompsychologe und Psychotherapeut, Willi Stöhr, Theologe, sowie Ellen Seifermann, Direktorin der Kunsthalle Unkostenbeitrag: 4 Euro (inkl. Eintritt in die Ausstellung) Fr, 1., 8. u. 15. Juni,
16-18 Uhr Sa, 16. Juni 2007,
14 Uhr Mi, 4. Juli 2007, 19.15
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